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Aquaponik

Tiere und Pflanzen » Aguacultura Brasil » Aquaponik

  • Fisch auf dem Tisch
    Fisch auf dem Tisch
  • Obst und Gemüse
    Obst und Gemüse

Stern  Wie funktioniert Aquaponik in Brasilien?

 

Obst, Gemüse und andere Pflanzen werden umweltschonend angebaut und Fische werden direkt vor Ort produziert ohne Transportkilometer und komplizierte Kühlketten. Die Aquaponik kombiniert Fischzucht mit hydroponischem Gemüseanbau in einem geschlossenen Wasserkreislauf. Die Pflanzen erhalten alle benötigten Nährstoffe aus dem Wasser der Fischzucht und durch den Nährstoffentzug reinigen die Pflanzen das Wasser der Fische. Das ist keine neuzeitliche Erfindung sondern wird seit langem und weltweit genutzt. Das Institut für Gewässerkunde und Binnenfischerei in Berlin (IGB) betreibt ein Projekt mit dem Namen "Tomatenfisch" Dort wird die Aquaponik erforscht und weiterentwickelt.

Die Pflanzen müssen stehendes und fließendes Wasser tolerieren. Als Gemüse für den aquaponischen Anbau eignen sich Tomaten, Paprika, Auberginen, Salate, Spinat, Fenchel, Brokkoli, Brunnenkresse, Chicorée, Erbsen, Gurken, grüne Bohnen, Kohl, Kohlrabi, Knoblauch, Mangold, Zuckererbsen, Zwiebeln. Als Obst kann man Honigmelonen und Erdbeeren gut verwenden. Diese Gewürze und Kräuter wachsen ebenfalls in Aqaponik-Anlagen sehr gut: Schnittlauch, Dill, Melisse, Minze, Bohnenkraut, Estragon, Basilikum, Beinwell, Koriander, Petersilie, Salbei, Schafgarbe, Schnittlauch, Zitronengras. Als Zierpflanzen wachsen: Schnittrosen, Chrysanthemen- Argyranthemum

Als Fischbesatz eignen sich: Tilapia Barsche, Barramundi, Flussbarsche, Karpfen, Koi, Schwarzbarsche, Sonnenbarsche, Welse, auch Zierfische wie Goldfisch, Kaiserfisch, Guppie und Molly.

 

 

YouTube Video - Rio+20 Wie sich Städte in Zukunft ernähren

 

Stern  Aquakultur und die Zucht von Tilapia Barschen (Oreochromis niloticus)

 

Der Kreislauf einer Aquaponikanlage startet in den Fischzuchtbecken in unmittelbarer Nähe unserer Ferienapartments. Darin lebt bei uns in der Ferienanlage in Minas Gerais - Brasilien der Tilapia Barsch. Er ist ein Warmwasserfisch und benötigt eine Temperatur von etwa 25 bis 30 Grad. Das ist in tropischen oder subtropischen Ländern bei minimalem Energieaufwand möglich, da die Fische bei uns in Brasilien auch in natürlichen Gewässern vorkommen. Tilapien wachsen dann sehr schnell. Das Fischfutter kann aus Resten von industriell gefangenem Meeresfisch produziert weden. Als Futter können zusätzlich auch Würmer oder Insektenlarven aus eigener Zucht verwendet werden.

Der aus sauerstoffreichem Wasser eingeatmete Sauerstoff wird von den Tilapien in Kohlendioxid (Co²) umgewandelt. Dieses wird an das Wasser abgegeben und gelangt von dort auch in die Umgebungsluft. Über die Kiemen, Kot und Urin scheiden die Fische unter anderem die Stoffwechselprodukte Ammonium, Phosphat und weitere Spurenelemente aus. Diese reichern sich im Wasser an. Die Fische produzieren also Abfallprodukte, die Nährstoffe für Pflanzen sind oder enthalten. Pflanzen wiederum produzieren Abfallstoffe, die den Fischen als Lebensgrundlage dienen. Es ist naheliegend diese beiden Komponenten zusammenzubringen um so Dünger für die Pflanzenzucht einzusparen und dabei gleich das von den Fischen verunreinigte Wasser von Pflanzenwurzeln filtern zu lassen. Man muß lediglich darauf achten, das die Substanzen im Gleichgewicht gehalten werden und Fische und Pflanzen von der Temperatur her zusammen passen. Zu Warmwasserfischen passen idealerweise wärmeliebende Pflanzen.

 

 

YouTube Video - Aquaponics- Quick Animation

 

Hydroponik ist der Anbau von Nutzpflanzen (Gemüse, Obst, Blumen) ohne Erde in wässrigen Nährlösungen. Damit die Pflanzen Halt finden wird oft Lavalit oder Glaswolle genutzt. Das Zusammenspiel von Aquakultur und Hydroponik im chemischen Gleichgewicht nennt man Aquaponik. Die Fische produzieren die wässrige Nährlösung für die Pflanzen. Die Pflanzen wiederum entnehmen dem Nährwasser die Substanzen und filtern dieses. Das Restwasser kann dann mit Sauersoff angereichert wieder den Fischzuchtbecken zugeführt werden. Im Idealfall ist Aquaponik die exakte Nachbildung der chemischen Abläufe in der Natur. Ganz gelingt das leider nicht, da fast immer noch Frischwasser zugeführt werden muß. Allerdings ergeben sich enorme Einsparungen bei der Wasseraufbereitung und bei der Düngung der Pflanzen. Damit ist die Aquaponik sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch sinnvoll. Bei der Wahl der Pflanzen muß darauf geachtet werden, dass diese hydroponisch einsetzbar sind. Nicht alle Pflanzen kann man ohne Erde anbauen.

Ganz ohne Filtersystem geht es nicht. Die Fische sollen auch gesund bleiben. Durch Futterreste entsteht organischer und biologischer Abfall. Deswegen werden mechanische und biologische Filter benötigt, die Giftstoffe wie Ammonium, Ammoniak und Nitrat aus dem Wasser herausfiltern können. Ein Lamellenfilter trennt Kot und Futterreste mechanisch ab. Ein Mikrosiebfilter entfernt kleine Schwebstoffe aus dem Wasser. Im biologischen Filter leben die Bakterien, Nitrosomonas und Nitrobacter. Sie wandeln das im Wasser gelöste Ammonium der Fischfäkalien in Nitrat um. Die Pflanzen können  nun das Nitrat aufnehmen und verwerten. Dort wird das Wasser auch in kleinen Tropfen versprüht um das Kohlendioxid aus dem Wasser zu entfernen. Auch dieses wird von den Pflanzen als Co² Dünger aufgenommen.

 

 

YouTube Video - Der Aquaponic-Freak - Gesund essen und leben

 

Das gefilterte Wasser ist befreit von Schwebstoffen, Kohlendioxid und Ammoniak. Es enthält nur noch Phosphate, Kalium, Calcium, Magnesium und Nitrat und damit ist es als Pflanzendünger und Nährlösung bestens geeignet. In einem Kreislauf steigt die Konzentration dieser Chemikalien nun immer weiter an und würde unsere Speisefische ganz langsam vergiften. Damit dies nicht passiert kommen nun unsere Gemüsepflanzen in´s Spiel. Sie entziehen dem Wasser diese Chemikalien und nutzen sie zum Wachstum. Dabei muß allerdings noch der PH-Wert des Wassers für die eingesetzten Fische und Pflanzen angepasst werden. Pflanzen und Fische gedeihen nicht immer beim selben PH-Wert gleich gut. Deswegen benötigt man noch ein oder mehrere Zwischenbecken um dies zu bewerkstelligen. Dann wird das entsprechend aufbereitete Wasser den Pflanzen zugeführt. Fehlendes Wasser in den Fischtanks wird durch Zugabe von Frischwasser ausgeglichen.

Wer jetzt noch Solarzellen oder Windkraftanlagen zur Stromerzeugung einsetzt und so die Filter, Pumpen, Heizungen und die Beleuchtung betreibt, der hat das Optimum nach heutigem Stand der Technik bei der nachhaltigen Fischproduktion erreicht.

 

Stern  Haben unsere Kinder auch morgen noch genug zu essen?

 

Wir fischen die Weltmeere rücksichtslos leer und nutzen bedenkenlos Antibiotika in der Tierzucht. Wir düngen unsere Felder chemisch aber gleichzeitig wundern wir uns über Algenblüten, neue Seuchen und haben Schwierigkeiten mit Antibiotika in der Humanmedizin. Wir überdüngen unsere Felder mit Nitraten und bewässern sogar die Äcker mit Millionen Litern subventioniertem Trinkwasser. Wir nutzen sogar bestens gereinigtes und gefiltertes Trinkwasser für die Toilettenspülung. Die Grundwasserspiegel sinken bei uns und in vielen Ländern herrscht schon jetzt Wasserknappheit und Dürre. Dabei gibt es für diese Probleme gute Lösungen. Weil armen Länder aber nicht viel Geld dafür bezahlen und die Chemische Agrar-Industrie weiter ihre Giftcoktails für Düngung und Schädlingsbekämpfung verkaufen will, produziert man mit den alten Methoden weiter, ohne Rücksicht auf Verluste. Zerstörung von Naturbiotopen, Nitrit im Trinkwasser, Brandrodung, Einleitung von Fäkalien in die Flüsse und damit auch in die Weltmeere sind die Folge. Die Liste läßt sich beliebig fortsetzen. Dabei sind Terra preta, Aquaponik, Vertical farming nur einige Methoden, die gute Lösungsansätze bieten können. Man müsste das einfach nur tun um damit Erfahrungen zu sammeln. Dann könnten unsere Kinder vielleicht nicht nur essen, nein sie würden sogar ein goldenes Zeitalter erleben.

 

 

YouTube Video - "Klein Eden" Das Tropenhaus am Rennsteig, Deutschland

 

Stern  Eine Aquaponic-Anlage kaufen oder selber bauen?

 

...ist letztlich auch eine Frage des Geldes. Man kann mit entsprechender Hilfestellung kleine und mittlere Zuchtanlagen auch in Deutschland für die Speise-Fischzucht selber bauen. Tilapias sind Warmwasserfische. Die Anlage sollte in einer Halle oder im Gewächshaus stehen, das im Winter beheizt werden kann. Solarzellen oder Erdwärme helfen bei den Kosten für Strom- und Energie. Bei Fragen stehen wir gerne mit Rat und Tat zur Seite.

 

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